Eintracht Kleinberghofen e.V.

Gründungsjahr 1924,  223 Erstmitglieder

1. Vorstand Cornelia Finsterer

Am äußersten Rand des Gaus Altomünster ist der Schützenverein Kleinberghofen beheimatet.

Im Dezember 1924 wurde der Verein auf Initiative von Michael Aigner gegründet. 10 weitere Gründungsmitglieder waren damals im Gasthof Rothenfußer anwesend: Josef Mandl, Georg Mandl, Johann Keller, Ludwig Ostermair, Josef Seitz, Max Kräa, Karl Scheuerer (1. Schützenmeister), Josef Rothenfußer, Josef Wagner und Xaver Schilcher.

Bereits 1925 trat der Verein dem Gau Altomünster bei. In dem Jahr wurde  Ludwig Ostermair zum Schützenmeister gewählt, ein Amt, welches er die nächsten 20 Jahre bis 1945 bekleidete.

In den Jahren 1939 bis 1945 ruhte die Tätigkeit  des Vereins, jedoch wurde er nicht aufgelöst.

Schon ein Jahr nach Gründung wurde eine Schützenkette angeschafft. Finanziert durch Spenden. Heute befinden sich 4 Gold- und 95 Silberstücke an der Kette. Der Kauf einer Standarte erfolgte 1929.

Sportlich ging es von Anfang an zu: Ein Jahr nach der Gründung veranstalteten die Berghofer Schützen das 1. Gauschießen und 2014 wird es zum 6.Mal in Kleinberghofen stattfinden. Auch weit entfernte Preisschießen  wurden aufgesucht. So fuhr Ludwig Ostermair nach Nürnberg, Berlin, Dresden und sogar nach Wien.

Die Wiedergründung fand dann am 3. Dez. 1949 in der Gastwirtschaft „Rothenfußer“ statt.

Anwesend waren 24 Mitglieder.

Der Beitrag wurde auf 1,59 DM und die Aufnahmegebühr auf 2 DM festgesetzt.

Die Beschaffung des ersten Luftgewehres war nicht einfach. Es musste von der Besatzungsmacht genehmigt werden. Das Geld für das Gewehr (134 DM) lieh man sich vom Wirt, er bekam es in zwei Raten wieder zurück.

1951 wurde das zweite LG (Marke Weihrauch) beschafft. Heute sind es 19 Gewehre und 5 Luftpistolen, überwiegend Pressluftwaffen.

Seit kurzem verfügt der Verein auch über ein eigenes Lichtpunktgewehr. Diese eignen sich hervorragend für einen Sommerbiathlon, wie er vergangenes und dieses Jahr durchgeführt wurde.

Heute besitzt der Verein einen Schießstand mit 17 Ständen für 10 m Disziplinen.

Einige davon können auch für den 3-Stellungskampf benutzt werden. Im Bürgerhaus Kleinberghofen untergebracht, verfügt der Verein über ein großzügiges Raumangebot mit Waffenraum, Schützenaufenthalt und Umkleideraum.

Für den Bau des Bürgerhauses, das in Eigenregie gebaut wurde, waren 23.000 Arbeitsstunden nötig, die von 183 Kleinberghofener Bürger geleistet wurden. Besonders hervorgetan haben sich durch Ihren Arbeitseinsatz Josef Hillreiner, Xaver Lochner, Josef Loibl und Ludwig Kornprobst.

Dieser war der dritte Schießstandbau in der Vereinsgeschichte.

Die Anfänge waren noch in der Gaststätte Rothenfußer mit einem 8 m-Stand in der Gaststube.

1961 wurden dann zwei 10 m-Stände eingebaut. 1974 vergrößerte man auf 8 Zugstände, aufgebaut im Kuhstall neben der Wirtschaft. Aber 5 Jahre später wanderte der Verein nach Problemen mit dem Wirtshausbesitzer aus und wurde von Alpenrose Unterzeitlbach als Gast für 10 Jahre aufgenommen.

1989 konnte man dann wieder zurück nach Kleinberghofen ziehen und die neue Anlage im Bürgerhaus nutzen.

Sportliches Schießen stand immer im Vordergrund bei der Eintracht. So stellt der Verein heute 8 Mannschaften beim Rundenwettkampf mit dem Luftgewehr und 2 Mannschaften mit der Luftpistole. Bei der Jugendrunde wird  mit 2 Mannschaften gestartet.

Bei den Meisterschaften schafften es bisher 3 Schützen bis ganz nach oben zur Deutschen Meisterschaft.

Auch beim Gemeindepokalschießen, bei dem die Vereine aus Großberghofen, Walkertshofen und Unterweikertshofen seit 1983 gegeneinander antreten, ging der Verein zigmal als Sieger hervor.

Am Dachauer Sparkassenschießen nehmen die Kleinberghofener Schützen seit 1982 teil und sind bisher 29 mal beim Endkampf der 10 besten Vereine vertreten gewesen.

Ebenso werden einige Schießen veranstaltet, bei denen nicht nur die Top-Schützen ihre Chance haben. Da ist das beliebte Ganserlschießen, beim dem der Hauptpreis natürlich eine Gans ist. Oder ein Ostereierschießen, sowie ein traditionelles Knicklaufschießen.

Seit 1976 wird das Er- und Sie Schießen mit einer gemeinsamen Wertung durchgeführt.

Die Vereinsschießen werden getrennt gewertet nach RWK-Schützen, Hobby-Schützen und nach Auflage-Schützen. Jeweils die 8 Besten bestreiten dann ein Finalschießen, bei dem der Pokalsieger ermittelt wird.

Gesellschaftliche Aktivitäten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Seit1974 gibt es ein- und auch mehrtägige Vereinsausflüge. Dieses Jahr findet der 26ste statt. Ziel ist dieses mal  der Große Brombachsee.

Zum Jahresbeginn wird der traditionelle Schützenball veranstaltet. Da die Begeisterung in den letzten Jahren immer schlechter wurde, hat man  als neue Möglichkeit einen gemeinsamen Ball der Kleinberghofener Vereine ins Leben gerufen. Das Ergebnis: Der Saal ist wieder voll. Diese Idee zu einem gemeinsamen Ball stammt noch vom 2009 verstorbenen Schützenmeister Erwin Diemer.

Um die Weihnachtszeit wird jedes Jahr in Kleinberghofen eine Christbaumversteigerung durchgeführt. Hierbei wechseln sich der Schützenverein und der Burschenverein mit dem Verein für Theater- und Heimatpflege ab.

Natürlich besuchen die Schützen auch die Christbaumversteigerungen umliegender Orte und Vereine.

Aber nicht nur die Pflege von Brauchtum und Tradition wird groß geschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die Jugendarbeit. Mit 3 Jugendleitern werden die Nachwuchsschützen optimal auf den Schiesssport  und Wettkämpfe vorbereitet. Sehr beliebt bei den Jugendlichen sind gemeinsame Unternehmungen, wie Hüttenaufenthalte, Bootstouren und ähnliches.

Darüber hinaus versucht die jeweilige Vorstandschaft aber auch, den älteren Mitgliedern etwas zu bieten. Auflageschießen und Wanderungen in der näheren Umgebung werden gerne angenommen.

So versucht der Verein eines zu verwirklichen, was sich die Gründungsmitglieder auf die Fahne geschrieben haben:  „Eintracht

Schützenmeister

Karl Scheuerer 1924 . 1925
Ludwig Ostermair 1925 – 1945
Josef Loibl sen. 1950 – 1951
Ludwig Ostermair 1951 – 1960
Matthäus Münch sen. 1960 – 1967, 1975 – 1977, 1979 – 1981
Herbert Proksch 1967 – 1969, 1973 – 1975, 1978 – 1979
Heinz Schwarzbach 1969 – 1973
Albert Lutz (komm.) 1977 – 1978
Josef Loibl jun. 1981 – 1991
Markus Wantscha 1991 – 1997
Erwin Diemer 1997 – 2009
Markus Aumiller 2009 – 2015
Cornelia Finsterer 2015 – heute

 

Gauehrenmitglieder

  • Ludwig Ostermair
  • Matthäus Münch sen.
  • Anton Schilcher
  • Markus Aumiller

Ehrenmitglieder

  • Ludwig Ostermair
  • Matthäus Münch sen.
  • Anton Schilcher
  • Georg Loibl
  • Josef Loibl
  • Heinz Schwarzbach
  • Ernst Ziegenaus
  • Michael Mooseder